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Der heilende Garten

Heilende Gärten haben auf Körper und Seele des Menschen eine therapeutische Wirkung, die wissenschaftlich erforscht und belegt worden ist.

In dem heilenden Garten eines Krankenhauses können seelische und körperliche Schmerzen gelindert werden.

Auch in der Rehabilitation kann die Natur sehr wirkungsvoll sein und eine wichtige Funktion übernehmen.

Der heilende Garten (Miriam Wiegele)

Pairidaeza ist ein persisches Wort, das sowohl Paradies als auch Garten bedeutet. Die Geschichte der Gartenkultur ist geprägt von der Suche nach diesem persönlichen Paradies. Wie wichtig dies gerade in unserer stresserfüllten Welt ist, zeigt sich an den steigenden Besucherzahlen von Gartentagen und Schaugärten.

Der Garten ist für viele Menschen zu einem Refugium geworden, in das man sich zurückziehen kann und in dem man sich entspannen und Energie tanken kann. (...)

Eigentlich kann jeder Garten ein heilender Ort sein. Gärten sind ein Mikrokosmos aller natürlichen Prozesse. Im Garten kann man lernen, den Rhythmen der Natur zu folgen und sich mit dieser natürlichen Harmonie zu verbinden.

Die Jahreszeiten sind verlässliche Führer, die uns lehren, bewusster zu leben. Durch diese Verbundenheit mit der Natur kann man Ausgeglichenheit und auch neue Perspektiven gewinnen.

Wenn das Leben von Terminen und Forderungen anderer beherrscht wird, wenn die Stressfaktoren, denen wir ausgesetzt sind, unseren grundlegendsten Bedürfnissen Gewalt antun, kann der Garten die Möglichkeit bieten, sich einen eigenen Lebensraum, ein eigenes Stückchen Paradies zu schaffen.

Gärten erinnern uns an unsere Wurzeln, stellen unsere Sinne wieder her, beruhigen unsere Seelen, flössen uns einen Sinn für Freude ein. Darin liegt das Geheimnis ihrer Kraft zum Heilen.

Welt-Umwelttag und die Teufelskralle im südlichen Afrika

Gestern war Welt-Umwelttag – eine Gelegenheit wo wir alle über die Umwelt nachdenken sollten.

Seit 1972 zeigt der Welt-Umwelttag, dass die Verhaltensänderung jedes Einzelnen einen Einfluss auf die Umwelt hat. Die Umweltschutz erhält damit eine erneute Bedeutung.

Gemeinsam können wir einen Beitrag für die Umwelt leisten. Eine bedeutende Umweltmassnahme ist das Projekt Teufelskralle :

Projektförderung:

Mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamts für Naturschutz wurden Maßnahmen gefördert, die die Voraussetzungen für eine nachhaltige Nutzung schaffen:

(1) Erfassung der Gesamtverbreitung, (2) mehrjährige Untersuchungen zur Entwicklung nachhaltiger Erntetechniken, (3) Methodik zur Bestimmung nachhaltiger Erntequoten für ein Sammelgebiet, (4) Ausbildung der Sammler in den schonenden Sammelmethoden.

Ziel ist eine schonende und dauerhafte Wildsammlung dieser Pflanzen, bei der die traditionellen Sammler einen wirtschaftlichen Gewinn erzielen und deshalb zu ihrem Schutz beitragen.

Die Buschmann-Gruppen sind daher die Garanten der Erhaltung nicht nur der Teufelskralle, sondern auch des gesamten Ökosystems. Ein Übergang zu einer vollständigen Bedarfssicherung aus Anbau, der von einigen Firmen angestrebt wird, aber noch nicht gelungen ist, würde sie dieser Möglichkeiten und Rolle berauben.

Laut Webseite Gesundheitpro:

In den vergangenen 20 Jahren ist der Bedarf an der heilkräftigen Wurzel enorm gewachsen – mit katastrophalen Folgen. Unsachgemäße Sammelmethoden haben den Bestand der Pflanze aus der Familie der Sesamgewächse dezimiert.

Bleibt die Hauptwurzel unter der Erde und entfernen die Sammler nur die Seitenknollen, kann sich die Teufelskralle regenerieren und etwa alle vier Jahre erneut geerntet werden.

Doch seit die Nachfrage stark gestiegen ist, entnehmen die meisten Sammler die ganze Wurzel und zerstören damit die Pflanze. Projekte zur schonenden Ernte und zum Anbau der Teufelskralle sollen helfen, den Bestand zu sichern.

Vom 12. Juni bis 7. September im Museum für Völkerkunde können Sie die Ausstellung Teufelskralle goes public besuchen.

Afrika-Tag in Brasilien

Nach der Zersplitterung des Kontinents Afrikas sollte die Idee der afrikanischen Einheit den Geist des Panafrikanismus entfachen.

Im Jahr 1963 wurde die Organisation für die Afrikanische Einheit – OAU – gegründet. Später, im Jahr 2002. wurde sie in die Afrikanische Union – AU – umgewandelt.

AU Am 25. Mai 2008, der Afrika-Tag erinnerte an die heutige Afrikanische Union. In Brasilien konnten wir an diesem Tag die lebendige Kultur und Gesellschaft Afrikas zelebrieren.

Im Jahr 2006, das brasilianische Statistik-Institut IBGE belegte, dass 42,8% von 39,8 Millionen Menschen aus Metropolen wie São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Salvador, Recife und Porto Alegre, die 10 Jahre oder älter sind, sich als Schwarze oder Braune definieren.

Leider sind die Afrobrasilianer gegenüber ihren hellhäutigen Landsleuten vielfach benachteiligt. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens können die Nachfahren der afrikanischen Sklaven ihre Rechte nicht immer wahrnehmen.

Und tatsächlich: die weisse brasilianische Menschen gehen mehr zur Schule als die Brasilianer, die sich als Schwarze definieren, und viele dunkelhäutigen Brasilianer sind funktionale Analphabeten, die kaum Chancen auf gute Bildung haben.

In Brasilien, die Wurzeln der Ungleichheit liegen in der Sklavenzeit, in welcher die afrikanischen Sklaven aus Angola, Nigeria, Benin, São Tomé und Príncipe und Togo, unter anderem, Ware im Besitz der europäischen und europäischstämmigen Bevölkerung waren.

Im Kampf um Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in Brasilien engagiert sich auf kultureller Ebene der Sänger Martinho da Vila, welcher den Preis Afrika-Brasilien bekommen hat.

Brasilien ist, laut Webseite des Africa Festivals in Würzburg:

ein Land (...) das für seine Musik und seine Lebensfreude in aller Welt bekannt ist (...). Wer kennt sie nicht, die bunten Sambagruppen, die alljährlich auch über unsere Fernsehschirme flimmern.

Doch neben musikalischer Lebensfreude und Karnevalsflair von der Copacabana wollen wir auch daran erinnern, wie diese Musik nach Brasilien kam.

Es waren Millionen afrikanischer Sklaven, die unter grausamen Umständen nach Brasilien transportiert wurden und ihre Rhythmen und Melodien mitbrachten.

Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir heute den Stars der brasilianischen Musik zujubeln.

Also nicht nur am 25. Mai ist der Dialog mit Afrika zu suchen und zu führen. Wir wünschen uns, dass wir alle zusammen eine harmonische und gleichberechtigte Welt nach und nach aufbauen können.

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