Der heilende Garten
Von Maria Suzana Marc Amoretti, Sonntag, 29. Juni 2008 um 03:34 :: Allgemein
Heilende Gärten haben auf Körper und Seele des Menschen eine therapeutische Wirkung, die wissenschaftlich erforscht und belegt worden ist.
In dem heilenden Garten eines Krankenhauses können seelische und körperliche Schmerzen gelindert werden.
Auch in der Rehabilitation kann die Natur sehr wirkungsvoll sein und eine wichtige Funktion übernehmen.
Der heilende Garten (Miriam Wiegele)
Pairidaeza ist ein persisches Wort, das sowohl Paradies als auch Garten bedeutet. Die Geschichte der Gartenkultur ist geprägt von der Suche nach diesem persönlichen Paradies. Wie wichtig dies gerade in unserer stresserfüllten Welt ist, zeigt sich an den steigenden Besucherzahlen von Gartentagen und Schaugärten.
Der Garten ist für viele Menschen zu einem Refugium geworden, in das man sich zurückziehen kann und in dem man sich entspannen und Energie tanken kann. (...)
Eigentlich kann jeder Garten ein heilender Ort sein. Gärten sind ein Mikrokosmos aller natürlichen Prozesse. Im Garten kann man lernen, den Rhythmen der Natur zu folgen und sich mit dieser natürlichen Harmonie zu verbinden.
Die Jahreszeiten sind verlässliche Führer, die uns lehren, bewusster zu leben. Durch diese Verbundenheit mit der Natur kann man Ausgeglichenheit und auch neue Perspektiven gewinnen.
Wenn das Leben von Terminen und Forderungen anderer beherrscht wird, wenn die Stressfaktoren, denen wir ausgesetzt sind, unseren grundlegendsten Bedürfnissen Gewalt antun, kann der Garten die Möglichkeit bieten, sich einen eigenen Lebensraum, ein eigenes Stückchen Paradies zu schaffen.
Gärten erinnern uns an unsere Wurzeln, stellen unsere Sinne wieder her, beruhigen unsere Seelen, flössen uns einen Sinn für Freude ein. Darin liegt das Geheimnis ihrer Kraft zum Heilen.
